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Inside the Markets: Krypto-Spezial – Bitcoin, Ethereum und der Blick nach vorn

Ein außergewöhnliches Marktumfeld

Die vergangenen Monate waren für den Kryptomarkt geprägt von extremen Bewegungen. Nach einer historischen Rallye erreichte Bitcoin im Herbst ein neues Allzeithoch bei rund 126.000 US-Dollar – ausgehend von Niveaus um 30.000 bis 40.000 US-Dollar im Jahr 2024. Seitdem folgte jedoch ein massiver Rücksetzer von rund 40 %.

Auch Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, zeigte ein ähnliches Bild: Nach dem knapp verfehlten Ziel von 5.000 US-Dollar kam es zu einem Rückgang von über 55 % vom Hochpunkt.

Die zentrale Frage lautet daher: Was hat diese Entwicklungen ausgelöst – und wie könnte es weitergehen?



 

Institutionelle Investoren als Preistreiber

Ein wesentlicher Treiber der starken Aufwärtsbewegung war der Markteintritt institutioneller Investoren über Bitcoin-ETFs, die im Frühjahr 2024 eingeführt wurden. Große Namen wie BlackRock, Fidelity oder Vanguard ermöglichten es erstmals, reguliert und effizient in Bitcoin zu investieren.

  • Das Gesamtvolumen der Bitcoin-ETFs liegt aktuell bei rund 110 Milliarden US-Dollar
  • Seit Einführung gab es Nettozuflüsse von ca. 55,9 Milliarden US-Dollar
  • Das entspricht etwa 620.000 Bitcoin, die langfristig akkumuliert wurden

Damit halten institutionelle Akteure inzwischen einen relevanten Anteil am gesamten Bitcoin-Supply – ein entscheidender struktureller Faktor für den Markt.

 

 

Wo liegt der „faire“ Marktpreis?

Besonders spannend: Der durchschnittliche Einstiegspreis der Bitcoin-ETF-Investoren liegt aktuell bei etwa 80.000 US-Dollar. Der Markt bewegt sich damit nahe an einem Niveau, an dem viele institutionelle Anleger gerade erst auf Einstand stehen.

Historisch betrachtet gab es nur wenige Phasen, in denen ETF-Investoren insgesamt im Minus waren – und diese Phasen wurden häufig von starken Erholungen abgelöst. Entsprechend zeigt sich um diese Preiszone ein erhöhtes Kaufinteresse.

 

 

Makroökonomie: Ein unterschätzter Faktor für Krypto

Ein weiterer wichtiger Baustein der Analyse ist der ISM Manufacturing PMI, ein zentraler Frühindikator für die US-Wirtschaft. Werte über 50 Punkte signalisieren wirtschaftliche Expansion.

Die jüngste Veröffentlichung zeigte einen überraschend starken Anstieg über diese Schwelle – ein Niveau, das historisch häufig mit positiven Entwicklungen am Kryptomarkt korreliert hat. Zwar wirkt dieser Indikator zeitverzögert, doch langfristig war er oft ein verlässlicher Hinweis auf steigende Risikobereitschaft.

 

 

Gold vs. Krypto: Kapitalverschiebungen im Fokus

Parallel zur Schwäche im Kryptomarkt erlebten Gold und Silber zuletzt eine massive Rallye – getrieben von geopolitischen Unsicherheiten und erhöhtem Sicherheitsbedürfnis der Investoren. Nach starken Anstiegen folgten jedoch ebenso deutliche Korrekturen.

Historisch zeigt sich häufig:

  • Gold erreicht Hochpunkte, wenn Unsicherheit dominiert
  • Kryptomärkte profitieren, sobald sich wirtschaftliche Perspektiven stabilisieren und Risikobereitschaft zurückkehrt

Vor diesem Hintergrund erscheint eine mögliche Umschichtung von Teilen aus Rohstoffen in Kryptowährungen aus Bewertungs- und Timing-Sicht nachvollziehbar – stets unter Berücksichtigung individueller Risikoprofile.

 

 

Ausblick: Was erwartet uns in den kommenden Wochen?

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

  • Die strukturellen Treiber im Kryptomarkt sind weiterhin intakt
  • Die aktuellen Preisrückgänge könnten attraktive Einstiegsniveaus darstellen
  • Makroökonomische Frühindikatoren senden erste positive Signale
  • Kurzfristige Volatilität bleibt wahrscheinlich, der Blick richtet sich auf Wochen und Monate, nicht auf Tage

Für den Goldmarkt erwarten wir zunächst eine Phase der Konsolidierung. Sollten sich geopolitische Risiken weiter entspannen und die US-Wirtschaft Stabilität zeigen, könnte sich das Momentum zugunsten risikoreicherer Anlageklassen verschieben.

 

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Inside the Markets: Krypto-Spezial – Bitcoin, Ethereum und der Blick nach vorn

Ein außergewöhnliches Marktumfeld

Die vergangenen Monate waren für den Kryptomarkt geprägt von extremen Bewegungen. Nach einer historischen Rallye erreichte Bitcoin im Herbst ein neues Allzeithoch bei rund 126.000 US-Dollar – ausgehend von Niveaus um 30.000 bis 40.000 US-Dollar im Jahr 2024. Seitdem folgte jedoch ein massiver Rücksetzer von rund 40 %.

Auch Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, zeigte ein ähnliches Bild: Nach dem knapp verfehlten Ziel von 5.000 US-Dollar kam es zu einem Rückgang von über 55 % vom Hochpunkt.

Die zentrale Frage lautet daher: Was hat diese Entwicklungen ausgelöst – und wie könnte es weitergehen?



 

Institutionelle Investoren als Preistreiber

Ein wesentlicher Treiber der starken Aufwärtsbewegung war der Markteintritt institutioneller Investoren über Bitcoin-ETFs, die im Frühjahr 2024 eingeführt wurden. Große Namen wie BlackRock, Fidelity oder Vanguard ermöglichten es erstmals, reguliert und effizient in Bitcoin zu investieren.

  • Das Gesamtvolumen der Bitcoin-ETFs liegt aktuell bei rund 110 Milliarden US-Dollar
  • Seit Einführung gab es Nettozuflüsse von ca. 55,9 Milliarden US-Dollar
  • Das entspricht etwa 620.000 Bitcoin, die langfristig akkumuliert wurden

Damit halten institutionelle Akteure inzwischen einen relevanten Anteil am gesamten Bitcoin-Supply – ein entscheidender struktureller Faktor für den Markt.

 

 

Wo liegt der „faire“ Marktpreis?

Besonders spannend: Der durchschnittliche Einstiegspreis der Bitcoin-ETF-Investoren liegt aktuell bei etwa 80.000 US-Dollar. Der Markt bewegt sich damit nahe an einem Niveau, an dem viele institutionelle Anleger gerade erst auf Einstand stehen.

Historisch betrachtet gab es nur wenige Phasen, in denen ETF-Investoren insgesamt im Minus waren – und diese Phasen wurden häufig von starken Erholungen abgelöst. Entsprechend zeigt sich um diese Preiszone ein erhöhtes Kaufinteresse.

 

 

Makroökonomie: Ein unterschätzter Faktor für Krypto

Ein weiterer wichtiger Baustein der Analyse ist der ISM Manufacturing PMI, ein zentraler Frühindikator für die US-Wirtschaft. Werte über 50 Punkte signalisieren wirtschaftliche Expansion.

Die jüngste Veröffentlichung zeigte einen überraschend starken Anstieg über diese Schwelle – ein Niveau, das historisch häufig mit positiven Entwicklungen am Kryptomarkt korreliert hat. Zwar wirkt dieser Indikator zeitverzögert, doch langfristig war er oft ein verlässlicher Hinweis auf steigende Risikobereitschaft.

 

 

Gold vs. Krypto: Kapitalverschiebungen im Fokus

Parallel zur Schwäche im Kryptomarkt erlebten Gold und Silber zuletzt eine massive Rallye – getrieben von geopolitischen Unsicherheiten und erhöhtem Sicherheitsbedürfnis der Investoren. Nach starken Anstiegen folgten jedoch ebenso deutliche Korrekturen.

Historisch zeigt sich häufig:

  • Gold erreicht Hochpunkte, wenn Unsicherheit dominiert
  • Kryptomärkte profitieren, sobald sich wirtschaftliche Perspektiven stabilisieren und Risikobereitschaft zurückkehrt

Vor diesem Hintergrund erscheint eine mögliche Umschichtung von Teilen aus Rohstoffen in Kryptowährungen aus Bewertungs- und Timing-Sicht nachvollziehbar – stets unter Berücksichtigung individueller Risikoprofile.

 

 

Ausblick: Was erwartet uns in den kommenden Wochen?

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

  • Die strukturellen Treiber im Kryptomarkt sind weiterhin intakt
  • Die aktuellen Preisrückgänge könnten attraktive Einstiegsniveaus darstellen
  • Makroökonomische Frühindikatoren senden erste positive Signale
  • Kurzfristige Volatilität bleibt wahrscheinlich, der Blick richtet sich auf Wochen und Monate, nicht auf Tage

Für den Goldmarkt erwarten wir zunächst eine Phase der Konsolidierung. Sollten sich geopolitische Risiken weiter entspannen und die US-Wirtschaft Stabilität zeigen, könnte sich das Momentum zugunsten risikoreicherer Anlageklassen verschieben.

 

inside-alternavest.article.writtenBy Massimo Di Santo.
Alternavest Partners GmbH Otto-Heilmann-Str. 17 82031 Grünwald

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