FOMC Zusammenfassung
Während des gestrigen FOMC-Meetings hat die US-Notenbank entschieden, den Leitzins unverändert in der Spanne von 3,50 % bis 3,75 % zu belassen. Die Entscheidung reflektiert eine weiterhin vorsichtige geldpolitische Haltung vor dem Hintergrund eines gemischten makroökonomischen Umfelds. Während die Inflation nach wie vor oberhalb des Zielwertes liegt, zeigen sich gleichzeitig erste Anzeichen einer moderaten Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik, insbesondere am Arbeitsmarkt.
Die aktualisierten Projektionen der Notenbank deuten auf eine anhaltende Inflationsentwicklung hin. Für das Jahr 2026 wird nun eine PCE-Inflationsrate von rund 2,7 % erwartet, was eine Aufwärtsrevision gegenüber der vorherigen Prognose darstellt. Erst in den Folgejahren wird eine schrittweise Annäherung an das Zielniveau von 2 % erwartet, das voraussichtlich erst gegen Ende des Projektionszeitraums nachhaltig erreicht wird.
Gleichzeitig hebt die FED die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft an. Für 2026 wird ein reales BIP-Wachstum von etwa 2,4 % erwartet, gestützt durch eine gewisse Stabilisierung nach einer schwächeren Phase im Vorjahr. Dennoch bestehen weiterhin Abwärtsrisiken, insbesondere im Zusammenhang mit geopolitischen Unsicherheiten und möglichen Auswirkungen steigender Energiepreise.
Im Hinblick auf den zukünftigen Zinspfad signalisiert die Mehrheit der FOMC-Mitglieder derzeit lediglich begrenzten Spielraum für Lockerungen. Die Erwartungen haben sich gegenüber früheren Einschätzungen reduziert, und es wird aktuell nur noch eine statt zwei moderate Zinssenkung im Jahresverlauf 2026 in Betracht gezogen. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit weiterer restriktiver Maßnahmen bestehen, sollte sich der Inflationsdruck als anhaltender erweisen.
Während der Pressekonferenz unterstreicht FED-Chef Jerome Powell die weiterhin datenabhängige Ausrichtung der Geldpolitik. Die Notenbank befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen Inflationsbekämpfung, Arbeitsmarktstabilität sowie Wirtschaftswachstum, wobei derzeit die Preisstabilität aufgrund des Konflikts im Nahen Osten im Vordergrund steht.